(wieder) versicherungsfrei und Rückkehr in die PKV mit Anwartschaft wird behindert

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harry19
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(wieder) versicherungsfrei und Rückkehr in die PKV mit Anwartschaft wird behindert

Beitragvon harry19 » 14.01.2026, 22:35

Hallo, ich habe folgenden Sachverhalt:

Ich kündige die GKV zum 01.01.26 wegen (zweifelsfreier und festgestellter) Versicherungsfreiheit, die GKV antwortet mir schriftlich, sie wartet auf die Abmeldung des Arbeitgebers, sonst bleibe ich freiwillig versichert. Der Arbeitgeber sagt mir, er könnte mich erst mit dem nächsten Gehaltslauf abmelden und nur wenn ihm Versicherungsschein der PKV vorliegt. Die PKV sagt, sie könnte meinen Vertrag erst wieder aktivieren, wenn ihr die Bescheinigung der GKV über das Ende vorläge. Die vorläufige Versicherungszusage der PKV ab 1.1.26 mit entsprechendem Vordruck liegt sowohl der GKV als auch dem Arbeitgeber vor. Längere Telefonate mit GKV und PKV. PKV rückt nicht von Position ab und will keinen Versicherungsschein ausstellen. GKV sagt, dass der Beitragsgruppenwechsel vom AG nicht gemeldet wurde und er das ja jederzeit machen könnte. AG mauert. Die Zeit drängt: bis 31.01.26 muss alles abgeschlossen sein, sonst bleibe ich (für alle Zeit) in der GKV.

Was kann ich denn jetzt machen, wie kann ich die Spirale durchbrechen? Wer muss sich bewegen? Wer ist verantwortlich, wenn das alles nicht klappen sollte?

Czauderna
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Re: (wieder) versicherungsfrei und Rückkehr in die PKV mit Anwartschaft wird behindert

Beitragvon Czauderna » 14.01.2026, 22:55

Hallo,
es liegt am Arbeitgeber, er entscheidet, ob sein Arbeitnehmer aus der Krankenversicherungspflicht ausscheidet zum 31.12.2025. Selbst wenn er aus technischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt eine maschinelle Meldung noch nicht an die Kasse absetzen kann, so kann er doch eine schriftliche Bestätigung darüber ausstellen, die sowohl der Krankenkasse als auch der PKV vorgelegt werden kann. In der Bescheinigung sollte natürlich auch stehen, dass die maschinelle Meldung noch folgt.
Was mich wundert ist, dass solche Fallkonstellationen jedes Jahr wahrscheinlich 1000fach in Deutschland vorkommen und der Wechsel von der GKV in die PKV erfolgt reibungslos. Es soll sogar Arbeitgeber geben, die Ihre Mitarbeiter/innen noch vor dem 31.12. des Jahres schriftlich davon in Kenntnis setzen, damit diese sich um die Weiterversicherung rechtzeitig kümmern können.
Also, der Arbeitgeber ist gefordert, nicht die Krankenkasse, die es schlicht und einfach nicht entscheiden kann.
Gruss
Czauderna

harry19
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Re: (wieder) versicherungsfrei und Rückkehr in die PKV mit Anwartschaft wird behindert

Beitragvon harry19 » 15.01.2026, 06:53

Danke Czauderna,

ich werde nochmal auf den AG zugehen.
Aber wenn hier keine Unterstützung kommen sollte: habe ich einen Rechtsanspruch, dass der AG diese Meldung absetzt oder widrigenfalls auch einen Anspruch auf Schadensersatz? Oder könnte die von der GKV gesetzte Frist für den Wechsel aus besonderen Gründen eventuell auch verlängert werden?

Czauderna
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Re: (wieder) versicherungsfrei und Rückkehr in die PKV mit Anwartschaft wird behindert

Beitragvon Czauderna » 15.01.2026, 09:01

Hallo,
hier mal ein Link, der es ausführlich erklärt -https://www.tk.de/firmenkunden/versicherung/meldeverfahren-faq/haeufige-fragen-meldeverfahren/meldefristen-2030236?tkcm=aaus
Danach hat der Arbeitgeber sechs Wochen Zeit für die Abgabe der Meldung und ich meine, dass sowohl die Krankenkasse als auch die PKV über diese Fristen Bescheid weiß und dementsprechend handeln und damit wäre in erster Linie die PKV gefordert.
Gruss
Czauderna

harry19
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Re: (wieder) versicherungsfrei und Rückkehr in die PKV mit Anwartschaft wird behindert

Beitragvon harry19 » 16.01.2026, 07:50

Danke Czauderna,

die Lage hat sich entspannt, da die PKV in Vorleistung gegangen ist und den Versicherungsschein (ohne Abmeldung GKV) erstellt hat, so dass die Lohnbuchhaltung jetzt wohl kein Problem mehr hat.


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