Hallo an euch,
habe hier einen etwas kniffligen Fall: bei einer Person wird Krebs diagnostiziert (Mammografie). Sie wird stationär operiert. Vier Wochen danach findet der erste Termin in der Strahlenklinik statt. Die geplante Dauer der Therapie ist drei Wochen. Danach wird direkt anschließend eine Reha beantragt (und wohl auch genehmigt).
Nach sechs Wochen AU meldet sich die GKV und möchte die "freiwillige" Einwilligung, dass sie den Patienten anrufen darf. Mit dem Hinweis, dass man den MD u.U. einschalten möchte. Natürlich nur, um die beste Behandlung sicherzustellen. Die Person hat jedoch die Befürchtung, dass die GKV den Patienten über den MD per Pflegestufe o.ä. an die Pflegeversicherung "abschieben" möchte. Oder an der AU zweifelt, um das Krankengeld nicht zahlen zu müssen. Da im ersten Schreiben von "freiwillig" die Rede ist, reagiert die Person nicht. Nach genau zwei Wochen kommt das nächste Schreiben ohne den Passus "freiwillig" und man könne ja auch schriftlich antworten. Aber ohne irgendwelche Fristsetzungen o.ä. Zudem kann man die Einwilligung jederzeit widerrufen.
Wie sollte man mit solchen Schreiben und Bitten umgehen? Handelt man sich irgendwelche Nachteile ein? Es geht der Person nicht darum die AU in die Länge zu ziehen, im Gegenteil, sie möchte so schnell wie möglich wieder ins Arbeitsleben zurückkehren und wird dies in 4-5 Wochen auch wieder. Sie möchte aber am Ende keine langen Diskussionen mit MD wegen AU, Reha usw. führen.
Krankschreibung, GKV und MD
Moderatoren: Rossi, Czauderna, Frank
Re: Krankschreibung, GKV und MD
Hallo,
bei einer solchen Diagnose wird eine Krankenkasse nach einer so kurzen Zeit mit Sicherheit nicht die Arbeitsunfähigkeit anzweifeln. So wie geschildert scheint die Krankenkasse nicht zu wissen, dass direkt nach der Entlassung aus der stationären Behandlung sich keine Reha anschließt, sondern zuerst eine ambulante Strahlentherapie und erst dann die Reha. Ich denke, wenn man das der Krankenkasse mitteilt, am besten in schriftlicher Form, dann wird die Sache erledigt sein. Auch eine "Abschiebung" zur Pflegeversicherung ist mit Sicherheit nicht möglich, weil die Pflegeversicherung wirklich nur für Pflegeleistungen zuständig ist und nicht für Arbeitsunfähigkeit und Krankengeld. Noch eine Anmerkung zum Schreiben der Krankenkasse - man muss nicht auf solche Schreiben antworten, wenn man mit der Kasse nicht reden möchte und ggf. auch keine Beratung von der Kasse haben will. Dann kann es aber passieren, dass die Kasse eine Aufforderung zur Beantragung einer Reha verschickt, weil sie ja nichts vom Sachverhalt weiß - woher auch, denn sie darf nicht anrufen.
Gruss
Czauderna
bei einer solchen Diagnose wird eine Krankenkasse nach einer so kurzen Zeit mit Sicherheit nicht die Arbeitsunfähigkeit anzweifeln. So wie geschildert scheint die Krankenkasse nicht zu wissen, dass direkt nach der Entlassung aus der stationären Behandlung sich keine Reha anschließt, sondern zuerst eine ambulante Strahlentherapie und erst dann die Reha. Ich denke, wenn man das der Krankenkasse mitteilt, am besten in schriftlicher Form, dann wird die Sache erledigt sein. Auch eine "Abschiebung" zur Pflegeversicherung ist mit Sicherheit nicht möglich, weil die Pflegeversicherung wirklich nur für Pflegeleistungen zuständig ist und nicht für Arbeitsunfähigkeit und Krankengeld. Noch eine Anmerkung zum Schreiben der Krankenkasse - man muss nicht auf solche Schreiben antworten, wenn man mit der Kasse nicht reden möchte und ggf. auch keine Beratung von der Kasse haben will. Dann kann es aber passieren, dass die Kasse eine Aufforderung zur Beantragung einer Reha verschickt, weil sie ja nichts vom Sachverhalt weiß - woher auch, denn sie darf nicht anrufen.
Gruss
Czauderna
Re: Krankschreibung, GKV und MD
Moin! Ehrlich gesagt, würde ich es einfach halten: schriftlich kurz bestätigen, dass die Person die Behandlung macht und zum geplanten Termin zurückkehrt. Der MDK prüft hauptsächlich die Krankschreibung und organisiert die Rehabilitation, nicht, um Leistungen zu kürzen. Alles schriftlich aufbewahren und knapp bleiben reicht.
Re: Krankschreibung, GKV und MD
Hallo! Ich habe mich ein wenig genauer informiert: Über eine kurze Bestätigung hinaus kann es hilfreich sein, kurz den geplanten Verlauf von Behandlung oder Terminen zu erwähnen. Das erleichtert dem MDK die Übersicht und zeigt, dass alles organisiert ist. Link durch Moderator gelöscht - bitte keine Werbelinks hier platzieren
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